Basis Info
Mit was haben wir es zu tun?
Auf dem Powa Seminar praktizieren wir eine der ältesten Methoden zur geistigen Übung (Meditation). Mündlich und schriftlich fixierte Anleitungen zu dieser Meditationstechnik wurden vor ca. 1000 Jahren von Tilopa, einem hervorragenden indischen Gelehrten gegeben. Das sie uns bis heute im Original erhalten geblieben ist, verdanken wir der Tatsache, dass es als besonders verehrungswürdig angesehen wurde, die Lehrinhalte in ihrer Ursprünglichkeit beizubehalten. Zu diesem Erhaltungsgebot entschloss man sich mit dem Gedanken, dass, wenn ein Mensch durch die Anwendung dieser Methode Befreiung erlangt hat und in Folge davon so viele Menschen Befreiung fanden, der Wirkungsmechanismus zu Befreiung unveränderlich festgeschrieben werden sollte. Das schließt jede willkürliche Veränderung aus und unterliegt einer strengen Kontrolle. Variationen ergeben sich aus der Natur des Schülers, der Dynamik des Lehrer und der Eigenschaft der Umgebung in der gelehrt wird. Die Lebendigkeit dieser tausendjährigen Tradition wird noch heute durch die Schüler Tilopas, die zu Meistern wurden, welche wiederum Schüler hatten und so fort, erhalten. Dadurch ergibt sich eine bis heute bestehende Übertragungslinie, den wir uns als Baumstamm vorstellen können, der unsere bisherige Vorstellung von Wissensübertragung in der Zeit durchdringt. Der Keim seines Sprösslings lag lange vor der Zeit, die uns unter wissenschaftlichen, archäologischen Gesichtspunkten betrachtet zugänglich ist.
Von ihm können wir lernen die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. Wir absolvieren einen Prozess der Selbstbefreiung durch Selbstbeobachtung. Wir beginnen mit der Beobachtung des natürlichen Atems, um den Geist zu konzentrieren. Mit der so geschärften Aufmerksamkeit gehen wir dann über zur Beobachtung der Energieströme, der sich ständig verändernden Natur unsere Körper- Geistbeziehungen und erleben die universellen Wahrheiten des Wandels, des Leidens, resultierend aus den Bindungen an unsere Welt und der Gemeinsamkeit aller Wesen, getrennt durch die Vorstellung einer Ich-heits-Illusion. Dieser Erkenntnisprozess wird begleitet durch unmittelbare Erfahrungen während der Gespräche und Vorträge des Lehrers und der geführten Meditation. Die so gewonnenen Erkenntnisse vermitteln umfassendere Einsichten in das universelle Wesen der Dinge.
Da im weiteren Verlauf dieser Übungen spezielle Kräfte entfaltet werden, die zur eigennützigen Machtentfaltung verleiten könnten, und damit in die materielle Ebene wirken würden, ist eine spezielle Ethik Bestandteil der Lehre. Die gesamten Übungen, wie sie auf unseren Alltag wirken, durchdringen zwar die weltlichen Dinge, sind aber in ihrer Wirksamkeit auf die überweltlichen Zusammenhänge ausgerichtet. Sie helfen den Anforderungen des täglichen Lebens zu begegnen, indem wir durch das auf diese Weise erlangte höhere Bewusstsein fähiger werden. So steht das tägliche Leben nicht mehr ausschließlich im Vordergrund und wir können uns mit ganzem Wesen den höheren Daseinsebenen widmen. Die Anwendung dieser Übungen setzt keine Zugehörigkeit zu irgendwelchen Religionen oder Sekten voraus. Es ist die Freiheit des Einzelnen sich damit zu beschäftigen. Sie können daher, da sie im Stillen praktiziert werden, jederzeit und überall, ohne Gefahr von Konflikten aufgrund von Rassen-, Gruppen- oder Religionszugehörigkeit praktiziert werden, und erweisen sich somit für alle gleichermaßen fördernd.
Was diese Meditationstechnik nicht vermittelt:
Sie ist kein Ritus oder Ritual, das auf blindem, dogmatischen Glauben beruht, der eine Vorherbestimmtheit durch eine höhere Macht (z. B. Gott) voraussetzt (Determinismus). Sie ist keine reine intellektuelle Reflektion über mögliche Zustände, reiner Abstraktionen und stellt keinesfalls den hundertsten Versuch zur Welterklärung da. Sie ist nicht als Erholungskur zu verstehen, sie ersetzt keinen Urlaub und gibt keine Gelegenheit zu ausschweifender Geselligkeit. Sie ist keine Möglichkeit zur Weltflucht, um den Anforderungen des täglichen Lebens zu entgehen.
Was wir mit der Meditationstechnik erreichen können:
Sie ist eine Technik, die Wohlsein hervorruft indem sie die Irrungen des Schicksals von der Entstehung her auflöst. Sie vermittelt eine art Lebenshaltung, die Vorbildfunktion für eine liberale, pluralistische Gesellschaft sein kann. Sie ist eine Methode zur Veränderung über den Geist, die es uns Ermöglicht jeden Konflikt oder Spannungsmoment zu lösen.
Diese Meditationstechnik zielt auf die höchsten geistigen Werte, die Durchdringung des Diesseits, des Zwischenzustandes und des Jenseitigen, eben die vollständige Befreiung. Sie bezweckt nie einfach nur die Heilung geistiger oder körperlicher Krankheiten. Aber als Nebenprodukt der geistigen Prozesse werden viele psychische aber auch psychosomatisch bedingte Leiden dauerhaft aufgelöst. Zwar werden die Dinge des täglichen Lebens einfacher angegangen, die Meditation dient aber nicht zur Erfüllung profaner Zwecke. Tatsächlich hilft die Meditation jene drei Ursachen zu beseitigen, welche als die Wurzel allen Unglücklichseins angesehen werden, nämlich das Ungleichgewicht und Wechselspiel zwischen:
Der Bereitschaft zum Geben und Nehmen
Der Empfindungen von Sympathie und Antipathie.
Dem eigenen Wissensstand und der relativen Unwissenheit in den geistigen Wirkungsbereichen.
Bei regelmäßiger Übung löst die Meditation die im täglichen Leben aufgebauten Spannungen und öffnet die Knoten, die durch die alte Gewohnheit des unangemessenen Reagierens auf angenehme und unangenehme Situationen entstanden sind.
Obwohl die Technik dieser Meditation durch Tilopa, der Buddhist war, aufgezeichnet wurde, ist die Ausübung nicht auf Buddhisten beschränkt. Es geht in keiner Weise um Bekehrung. Es ist leicht vorzustellen, dass alle Menschen die selben Wünsche und Bedürfnisse teilen, und dass eine Methode, die hilft diese Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen, von jedem Menschen gerne angenommen wird. Menschen unterschiedlichster Weltanschauungen und Konfessionen haben die positiven Auswirkungen dieser Meditation erfahren und konnten darin keinen Widerspruch zu ihren bisherigen Auffassungen entdecken. Im Gegenteil, diese Meditation gab ihnen häufig das zurück, was ihnen bisher gefehlt hat.
Geistige Übung und Selbstdisziplin
Der Prozess der geistigen Entwicklung durch Selbsterkenntnis geschieht niemals einfach von sich aus – die Erfahrung lehrt das eine Willenserklärung jedes Einzelnen vorausgesetzt werden muss. Ohne eigene Motivation hat die eigene Entwicklung keine Richtung und jeder dümpelte nur Ziellos, durch die Aussenwelt manipuliert, vor sich hin. Nur durch eigene Anstrengungen gewinnen Ausübende Erkenntnisse über sich selbst, Einblicke in die eigene Realität – niemand anders kann das für sie tun. Deshalb eignen sich diese Übungen nur für diejenigen, die bereit sind, ernsthaft an sich zu arbeiten und die vorgefundenen Regeln einzuhalten. Diese Regeln sind nur zum Wohl und Schutz der Meditierenden da; sie sind als solche ein integraler Teil der Methode.
Die Tage auf unserem Seminar sind sicherlich eine sehr kurze Zeit, um in die tiefsten Schichten des Unbewussten vorzudringen und zu lernen, die dort verankerten Verflechtungen aufzulösen. So können wir in diesen Tagen zwar diese schicksalbestimmenden Schichten erreichen, erlernen aber im Wesentlichen die hilfreichen Techniken und festigen die Methode. Eine kontinuierliche, tägliche Praxis in einer gewissen Zurückgezogenheit ist das Geheimnis des dauerhaften Erfolgs dieser Technik. Die Regeln wurden unter Berücksichtigung dieses praktischen Aspektes ausgearbeitet. Sie sind weder zum Nutzen der Lehrer oder der Organisatoren aufgestellt worden, noch sind sie negativer Ausdruck einer bestimmten Tradition, orthodoxer Konventionen oder blinden Glaubens an irgendeine organisierte Religion. Sie sind vielmehr das Ergebnis einer jahrelangen Erfahrung mit hunderten von Praktizierenden. Die Regeln einzuhalten, schafft eine sehr förderliche Atmosphäre für die Meditation, sie zu brechen, schadet ihr. Bevor wir die Regeln näher betrachten ein Appell an alle, die mit psychischen oder Psychosomatisch bedingten Störungen daherkommen.
Personen mit ernsten psychischen Störungen
Gelegentlich kommen Menschen mit sehr ernsten psychischen Störungen zu unseren Seminaren. Sie sind voller unrealistischer Erwartungen. In Ihrer Geschichte verschiedenster ärztlicher Behandlungen und Therapien spiegelt sich ein Schicksal, dem besondere Aufmerksamkeit entgegengebracht werden muss. Hier können nur spezielle Meditationstechniken greifen, um psychische oder psychosomatisch bedingte Probleme anzugehen. Wir bitten alle für die dieses zutrifft unseren Appell nicht zu unterlaufen und sich ohne uns über ihren bisherigen Werdegang zu informieren einfach in das Seminar zu schleichen. Vertrauen Sie uns, dann können wir ihnen nach Prüfung der Sachlage spezifische Übungen in einem speziellen Rahmen anbieten, was in den meisten Fällen zum direkten Erfolg führt.
Also noch einmal ganz klar und Eindeutig, wenn jemand mit der Absicht auf eines unserer Seminare geht seine körperlichen oder seelischen Krankheiten zu heilen, hat er die Pflicht uns zu informieren, damit wir darauf vorbereitet sind und reagieren können.
Teilnahmebedingungen für unsere Kurse
Die Kursteilnehmer stellen sich am Besten darauf ein, die volle Zeit des Seminars aktiv am Geschehen teilzunehmen. Sie sollten sich außerdem alle Regeln anschauen. Denn nur wer zu dem Ergebnis gelangt, dass er bereit ist die leicht zu realisierenden Regeln auch einzuhalten, sollte sich für eine Teilnahme am Seminar bewerben.
Diese Regeln dienen dem Schutz des Teilnehmers. Wer nicht bereit ist, sich mit seinem ganzen Wesen zu bemühen, vergeudet nur seine und unsere Zeit, und stört darüber hinaus jene, die ernsthaft arbeiten möchten.
Einem frühzeitigen Abbruch des Seminars stehen wir kritisch gegenüber. Auch wenn die Einhaltung der Regeln und die Befolgung der Übungen im ersten Moment als eine anspruchsvolle Aufgabe erscheinen können, mit zunehmender Praxis wird es immer leichter und die ersten Erfolge stellen sich sehr schnell ein.
Diesbezügliche Ambitionen werden mit dem Seminarleiter besprochen.
Ein einmal eingeleiteter geistiger Prozess wird zuende gebracht, um eine größtmögliche Orientierung und Stabilität des Teilnehmers zu gewährleisten.
Ein wesentlicher Bestandteil der Praxis ist ausgeglichenes Denken und Handeln. Dieses ist die Basis für die Entwicklung eines harmonischen, mittigen Geisteszustandes. Die Reinigung des Geistes wird durch eine spezielle Betrachtungsweise, eben Meditation gewonnen, die immer höhere Schlussfolgerungen hervorbringt, was von vielen als sich steigernde Weisheit bezeichnet wird.
Die weiteren Regeln
Den Teilnehmern an unseren Seminaren werden mindestens für die Dauer des Kurses die folgenden Regeln nahegelegt:
1. Allen Lebewesen die gleiche Achtung entgegen zu bringen, wie wir sie dem besten Freund oder Freundin entgegenbringen; 2. Alle Formen von bewusster oder unbewusster Manipulation zu unterlassen, besser ist es Wachsamkeit zu erleben; 3. Sich gewohnheitsmäßiger sexueller Aktivitäten zu enthalten; 4. Sich selbst und anderen gegenüber ehrlich zu sein; 5. Auf das rechte Maß zu achten bei allem was durch den Mund in uns hinein oder herauskommt, was den Schlaf und die Verhaltensweisen betrifft.
Teilnehmer die auf einem Folgeseminar weiterkommen wollen, bekommen zusätzliche Regeln, die sie im Einzelnen mit dem Seminarleiter absprechen möchten. Das sind doch einfache Regeln, oder???
Anerkennen der speziellen Lehrmethode
Eine Besonderheit unserer Akademie ist die Lehrmethode, die ein schnelles Vorankommen gewährleistet. Diese Methode umfasst das eigenständige Lesen und besprechen der Texte, welche die theoretische Anleitung zur Meditation enthalten. Diese Texte sind so verfasst, dass beim bewussten Lesen automatisch mindestens 108 Fragen auftauchen, wenn der Text verstanden wurde. Die Texte sind in verschiedene Abschnitte gegliedert, die den Lernstufen entsprechen. Jeder Lernstufe folgt eine Meditation, welche wiederum spezielle geistige Bilder hervorruft. So ergibt sich ein stufenweißer Aufbau.
Die Kursteilnehmer erklären sich damit einverstanden die Texte zu lesen, aufmerksam den Vorträgen und Anleitungen zu lauschen, die Regeln einzuhalten und genau so zu meditieren, wie die Lehrer es ihnen sagen. Diese Akzeptanz beruht auf einem klaren Urteilsvermögen und Verständnis und hat nichts mit höriger Unterwerfung zu tun. Auf der Basis eines gegenseitigen Vertrauens wollen wir die Zeit des Seminars gemeinsam verbringen.
Andere Techniken, Riten und religiöse Praktiken
Es ist absolut notwendig, für die Dauer des Kurses alle Formen des Betens, der Gottes- und Heiligenverehrung oder sonstiger religiöser Zeremonien - einschließlich Fasten, Abbrennen von Räucherstäbchen, Zählen von Perlen, Rezitieren von Mantras, Singen und Tanzen etc. - völlig einzustellen. Alle anderen Meditationstechniken und Heilungspraktiken sollten gleichfalls unterlassen werden. Damit soll keine andere Technik oder Praxis disqualifiziert werden, es dient lediglich dazu, Ihnen zu ermöglichen, die spezifische Wirkungskraft die Ihnen durch unsere Methode entgegenkommt voll zu entfalten, den reinen Geist praktizierend.
Die Kursteilnehmer/innen werden ernsthaft darauf hingewiesen, dass bewusstes, absichtliches Vermischen von unserer Methode mit anderen Techniken ihren Fortschritt behindern wird und schwer in den Griff zu bekommende Zustände hervorrufen kann. Das bedeutete eine Kurskorrektur die nur mit enormem Zeitaufwand zu bewältigen wäre. Alle Zweifel oder Unklarheiten werden immer durch ein Gespräch mit den Lehrern geklärt.
Treffen mit den Lehrern
Probleme oder Fragen bezüglich der Übungen sollten nur mit dem Trainingsleiter geklärt werden. Diese Interviews und Fragemöglichkeiten sind ausschließlich dazu da, aktuelle praktische und theoretische Schwierigkeiten im Zusammenhang mit den Übungen zu klären. Sie sollten nicht als Gelegenheit für allgemeine philosophische Diskussionen oder intellektuelle Debatten benutzt werden. Der Wert dieser einzigartigen Trainingsmethode kann nur wirklich ermessen werden, wenn man sie in der Realität erlebt, daher sollten die Schüler sich ausschließlich auf die jeweiligen Übungen konzentrieren.
Edle Stille
Alle Kursteilnehmer/innen müssen von Kursbeginn bis zum Abend des Kurstages ‘Edle Stille‘ einhalten. Edle Stille bedeutet Stille von Körper, Sprache und Geist. Jede Art von Kommunikation mit den Mitmeditierenden, einschließlich Gesten, Zeichensprache, geschriebenen Notizen o.ä., ist nicht gewünscht.
Die Schüler/innen können jedoch mit den Lehrern sprechen, wann immer es notwendig ist, oder sich bei Problemen mit dem Essen, der Unterbringung, der Gesundheit etc. an das Management wenden. Aber auch diese Kontakte sollten sich auf ein Minimum beschränken. Die Kursteilnehmer sollten das Gefühl entwickeln, selbstständig zu arbeiten.
Religiöse Objekte, Rosenkränze, Talismane etc.
Alle Gegenstände dieser Art sollten nicht zum Training mitgebracht werden. Sind sie unbedachterweise doch mitgenommen worden, sollten sie für die Dauer des Kurses beim Management hinterlegt werden.
Drogen und Arzneimittel
Auf dem Kursgelände sind keine Drogen, kein Alkohol, noch sonstige Rausch- oder Betäubungsmittel erlaubt. Das gilt auch für Tranquilizer, Schlaftabletten und alle sonstigen Sedativa. Wer auf ärztliche Anordnung hin Arzneimittel einnimmt, sollte die Trainingsleiter davon in Kenntnis setzen.
Tabak
Im Interesse der Gesundheit und des Wohlbefindens aller Kursteilnehmer ist das Rauchen sowie das Kauen und Schnupfen von Tabak während des Kurses nicht erlaubt.
Essen
Es ist leider nicht möglich, die besonderen Eßgewohnheiten und Geschmäcker aller Übenden zu befriedigen. Die Kursteilnehmer werden daher freundlich gebeten, mit den angebotenen einfachen Mahlzeiten vorlieb zu nehmen. Das Kursmanagement bemüht sich, ein ausgewogenes, gesundes Menü zusammenzustellen, das der Meditation entgegenkommt. Falls jemand aus gesundheitlichen Gründen eine besondere Diät einhalten muss, sollte er die Organisatoren bei der Anmeldung davon unterrichten.
Kleidung
Die Kleidung sollte einfach, dezent und bequem sein. Enganliegende, durchsichtige, entblößende oder auf andere Weise auffallende Kleidungsstücke (wie z.B. Shorts, kurze Röcke, Leggings, schulterfreie oder knappe Oberteile) sollten nicht getragen werden. Sonnenbaden und freier Oberkörper sind nicht gestattet. Dies ist wichtig, um Ablenkungen für andere Schüler auf ein Minimum zu reduzieren.
Außenkontakte
Die Übenden möchten bitte während des gesamten Trainings innerhalb des überschaubaren Bewegungskreises bleiben (Spazierwege inbegriffen). Es ist nur wünschenswert für die Zeit des Trainings keine Kommunikation nach draußen, z.B. über Briefe, Telefonanrufe oder Besucher, zu führen. In dringenden Fällen können Freunde oder Verwandte sich an die Kursorganisatoren wenden. Diese Einschränkungen zählen nur für die Zeit des Trainings.
Musik, Lesen und Schreiben
Das Spielen von Musikinstrumenten, Radios etc. ist nur im gemeinsamen Kreis erlaubt. Es sollte kein Lesestoff zum Training mitgebracht werden. Die Übenden sollten sich nicht durch Notizenmachen ablenken. Diese Einschränkungen des Lesens sollen den rein praktischen Charakter dieser Methode betonen.
Kassettenrekorder und Kameras
Rekorder und Kameras dürfen nicht benutzt werden, es sei denn, die Lehrer haben dazu ausdrücklich ihre Genehmigung gegeben.
Zusammenfassung
Die Disziplin und die Regeln lassen sich in den folgenden zwei Sätzen zusammenfassen, durch die der Geist, der hinter ihnen steht, deutlich wird:
Fördern Sie durch Ihre Verhaltensweisen den Fortschritt der Anderen. Wenn Sie dennoch eine Kleinigkeit stört reagieren Sie rechtzeitig, milde.
Es mag sein, dass ein Übender die praktischen Gründe für eine oder mehrere der genannten Regeln nicht versteht. Bevor man aber erst Abwehr und Zweifel in sich wachsen lässt, sollte man besser umgehend bei den Lehrern um Klärung nachsuchen.
Nur durch diszipliniertes Arbeiten und durch ein Maximum an Bemühung wird ein Übender in der Lage sein, die Technik so tief wie möglich zu verstehen und Nutzen aus ihr zu ziehen. Die Betonung während dieser Tage liegt auf ‚Arbeiten‘. Die goldene Regel heißt, so zu arbeiten, als wäre man allein, mit nach innen gekehrtem Geist, ohne jeglichen Unbequemlichkeiten oder Ablenkungen Bedeutung zu zumessen.
Schließlich sollten die Kursteilnehmer verstehen, dass ihr Fortschritt in unserer angewandten Methodik allein von ihren eigenen positiven Eigenschaften, dem Grad ihrer persönlichen Entwicklung, und von fünf Faktoren abhängt: ernsthaftem Bemühen, Vertrauen, Aufrichtigkeit, Gesundheit und Weisheit.
Mögen die hier gegebenen Informationen Ihnen helfen, den größtmöglichen Nutzen aus Ihrem Training zu ziehen. Wir freuen uns, Ihnen mit unserem Angebot helfen zu können und hoffen, dass die Erfahrung mit der Methode Ihnen Frieden, Harmonie und vor allem lange anhaltende Gesundheit bringen möge.
|