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Bewusstseinserweiterung bedeutet höhere Wahrnehmung
Bewusstseinserweiterung bedeutet höhere Wahrnehmung

Eine höhere Wahrnehmung bringt mehr Freiheit.

In Diskussionen, die sich mit dem Thema der Realitätsbildung befassen, wird häufig behauptet, daß es in Frage zu stellen sei, ob die Objekte dieser Welt so sind, wie sie uns in Erscheinung treten. Ohne einen Beobachter, der ausgestattet mit einem bereits vorhandenen, urteilenden Kategoriensystem, daß über seine Sinnesorgane mit Eindrücken versorgt wird, die den Objekten über Vergleiche gewonnene Attribute beimißt, wäre z. B. eine Banane weder krumm, gelb oder süß, da es dann niemanden gäbe, der sie sieht oder schmeckt.

Selbst wenn zur Darstellung eines Objektes ein kompliziertes oder gar abstraktes Kategoriensystem benutzt wird oder für die Beobachtung eine technische Apparatur in Einsatz kommt, macht dies die Existenz z.B. einer Banane nicht wirklicher. 

Die unmöglichen Figuren

Die unmöglichen Figuren vermögen wir in Folge unserer erblichen Raum – Interpretationen nicht als mögliche Gegenstände zu denken, wiewohl es sichtlich möglich ist sie zu zeichnen.  (vorzügliche Beispiele in Escher 1975)

 

Es bleibt eben nur eine Behauptung, die Banane bestehe aus Molekülen und ihre Oberfläche reflektiere aus dem Spektrum eine bestimmte Wellenlänge und diese oder jene Aromen reizen unsere Nervenenden eben so, daß dies den Eindruck von süß in unser Bewußtsein dringen läßt, den diese Behauptung basiert auf den spezifischen Beobachtungen von jemandem, dem die Dinge eben so gesehen als wirklich erscheinen.



Benutzen wir andere Kategoriensysteme und Beobachtungsmethoden kommen wir lediglich zu anderen Beschreibungen von Erscheinungen, wie z.B. einer Banane. Die Eingangs gestellte Frage läßt sich dahingehend erweitern, daß grundsätzlich zu fragen sei, woher kommt die Idee des Objektes, wieso sieht die Welt aus, wie sie aussieht?

Die Prägung. In Bali ist es längst bewährt  Gänse unter ihrem Fähnlein zum Futterplatz und zum Stall zu führen. Erkannt wurde der Zusammenhang von KONRAD LORENZ mittels Attrappen aus deren Lautsprecher seine eigene Stimme tönte. Heute sind die sensiblen Stunden der Prägung gut untersucht und die absurdesten Prägeobjekte bekannt, welchen die geprägten Küken dennoch ein Leben lang folgen. (nach HESSE 1959, ALLEN 1972, HEINROTH 1974 und einem Fernsehfilm von H. v. DITFURTH 1978)

Was gibt uns denn Gewißheit, daß die Dinge dann wirklicher sind, wenn wir sie mit wissenschaftlicher Präzision und Wiederholbarkeit erklären und damit in einen objektiven Zustand erheben wollen. Sind die Dinge nach nur einem Kategoriensystem zu beurteilen, oder folgt die Objektivität den Neigungen des Beobachters?

Je nachdem mit welcher Haltung sich der Beobachter identifiziert erscheint ihm das Objekt der Realität als göttliche Idee, als geliebte oder giftige Speise, dem Biologen als Molekülhaufen, dem Atomphysiker als Teilchenwolke mit unterschiedlicher Ladungsmenge.

Ist die Welt, so wie sie uns in Erscheinung tritt, also nur von unserer Stimmung und Neigung abhängig? Der Kuß unserer Geliebten, läßt uns den Rest der Welt umarmen, der verstauchte Knöchel macht uns zum grimmigen Nörgler. Sind die materiellen Erscheinungen an sich Subjekt und unser Bezug zu ihnen das Objektive. Ist es so, daß wir genau diesem Zusammenhang, nämlich der bewußten Wahl unserer inneren Haltung, zu dem, wie uns die Welt in Erscheinung treten soll, mehr Bedeutung geben sollten, um der Antwort auf die erste Frage näher zu kommen?

Wahrnehmung oder Bewußtsein, so wie wir es kennen, existiert nur, wenn wir davon ausgehen, daß sich Objekte in Raum und Zeit ausdehnen. Die Dinge, welche wir zu beobachten wünschen, haben alle eine räumliche und zeitliche Dimension. Sie existieren als reine Gestaltungsmöglichkeiten nur in einem raum und- zeitlosen Kontinuum und wir selbst lassen diese so in Erscheinung treten, wie wir es beabsichtigen. Wie, als was und in welcher Reihenfolge uns die Dinge in Erscheinung treten, ist abhängig von unseren Wünschen, Bedürfnissen, Erwartungen und Identifikationen.

In Folge einer Jahrtausende alten geistigen Evolution, sind wir oder der Beobachter, in einem Entwicklungszustand, der durchaus als ein Moment eines Mechanismus, dessen Funktion als Ursache und Wirkungsprinzip, innerhalb einer kausalen Verkettung, verstanden werden kann. Wir haben die Möglichkeit, gleichzeitig die Chance, durch die Wahl der Beobachtungsmethode, unsere Realität bewußt so zu gestalten, wie wir es wünschen. Die Methode des Beobachtens und der Gegenstand der Betrachtung, sowie die innere Haltung des Beobachters, läßt die Dinge in einer gewissen Form in Erscheinung treten oder verschwinden.

Die Dinge existieren ursprünglich gleichzeitig, mit allen erdenkbaren Attributen, und durch die Art unserer Betrachtung lassen wir sie, so oder so, in Erscheinung treten. Sind unsere Fähigkeiten zur Beobachtung durch erstarrte Kategoriensysteme begrenzt und sind wir nicht bereit diese Erstarrung zu lösen, dann ergibt sich ein verzerrtes, einseitiges Bild von möglichen Realitäten. Das Ding folgt seiner Eigengesetzlichkeit innerhalb eines Zyklus von werden-sein-vergehen.

Der teilbewußte Mensch sieht, z.B. wenn er Materialist ist, nur den Nutzen und gebraucht das "Ding" während eines Zyklusmomentes. Er verdrängt die Summe all jener Aspekte des Gegenstandes, bis auf das Objekt seiner Wünsche und Bedürfnisse oder seiner Begierden und wird dabei häufig von der "Realität" eingeholt und damit Sklave der Dinge, die er für sich selbst geschaffen hat. (Atommüll, Umweltverschmutzung, gestörte Gesellschaft etc. etc. etc.)

 

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