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Wie entsteht Bewusstsein
Höheres Bewusstsein
Bewusstseinstraining
Das Wertesystem bildet Kategorien die unsere Wahrnehmung und damit unser Bewusstsein lenken.

Was der Ungeübte in seiner Wahrnehmung hat ist nicht die Wirklichkeit,
es ist das was unser Wertesystem davon übrig lässt.
Wie funktioniert Bewusstseinstraining optimal ?

Für die Bewusstseinsforschung genügte bis vor kurzem noch die Erforschung der systemisch (körperlich) bedingten Anlagen der Individuen, um Antworten auf die Fragestellung zu erhalten, wie nimmt es seine Umgebung war. Vor allem die moderne Forschung zog den Kreis der Fragestellung bezüglich der Entstehung von Wahrnehmung und Bewusstsein ein Stück weiter. Sie ergänzten diese mit dem Hinweis, zwischen der durch den Überlebenstrieb begrenzten Wahrnehmung und dem Bewusstseinszustand des optimalen Überlebens zu unterscheiden. Es sollten zudem Antworten auf die vielen zu beobachtenden Phänomene gefunden werden, bei denen die physikalischen Begrenzungen scheinbar nur noch als Idee existieren. (Telepathie, Feuerlauf etc.)


Der Gegenstand der Forschungen ist im Rahmen dieser Fragestellung nicht mehr ausschließlich der biologische Apparat mit seinen durch die erklärte Physik erkennbaren Begrenzungen. Von diesem soll auf das maximal Wahrnehmbare geschlossen werden. Auch ist der Bereich der Untersuchungen nicht alleine die bestehenden Grenzen des Wahrnehmbaren. An dieser Stelle werden die Betrachtungen zu unserer anscheinenden Begrenztheit durch die Fragestellung erweitert, ob und welche Bewusstseinsvorgänge eine höhere Wahrnehmung hervorrufen. Hierbei können auch bloße Vorstellungen von Objekten oder komplexen Vorgängen, die im Geiste abgearbeitet werden, eine Erweiterung des Bewusstseins bewirken.

Alle Methoden zur Bewusstseinsserweiterung verlangen, daß der Übende als erstes sich selbst als ein Produkt seiner psychischen Funktionen begreift, um die Eigenart seiner Realitätsbildung zu verstehen. Seine bisherige Struktur, sein Kategoriensystem, bzw. sein Wertesystem bildet Maßstäbe und ist gleichzeitig Filter oder Verstärker bestimmter Wahrnehmungsinhalte. Dieses Wertesystem konfiguriert die Sensomotorik des Individuums. Das individuelle Wertesystem wurde durch vergangene Erlebnisse und die daraus gezogenen Konsequenzen d.h. die bewussten oder reaktiven Entscheidungen geprägt. Das Wertesystem enthält darüber hinaus Elemente, die als Abstraktionen von real erlebten, aber auch  von fiktiven Erlebnissen verstanden werden können
Durch das Verstehen der eigenen, wenn auch individuellen, Funktion des Wahrnehmens begreift der Einzelne, dass er eben durch die Art und Weise seiner Betrachtung die erlebte Realität beeinflußt und eine bestimmte Ausrichtung, Prägung seines Denken und Erleben erhält. Er erfährt die Grenzen seiner Überzeugungen als Grenzen seiner Wahrnehmungsfähigkeit.

 

Das >Parmenides-Modell< gilt als die erste philosophische Deutung des Verhältnisses von subjektiver und objektiver Welt. Dieses System der Eleatischen Schule aus dem 5. Vorchristlichen Jahrhundert >>ist thematisch bis zur Gegenwart gültig geblieben, insofern sich auch die heutigen Auseinandersetzungen an ihm noch grundsätzlich orientieren<< (aus Diemer und Frenzel 1967, p. 36.)

Die willentliche Anstrengung, zur Selbstbeobachtung und Introspektion, führt zur Erarbeitung der Grundlagen und geistiger Prinzipien, die zum praktischen Verständnis der Frage, wie nehme ich als Mensch Kenntnis von dieser Welt, erforderlich sind.
Erlangen wir darüber Bewusstsein, wie unsere Wahrnehmungssysteme arbeiten und haben die Funktionsweise unseres Denkapparates verstanden, können wir eine Vorstellung davon entwickeln, wie unser eigenes Weltbild, nämlich die individuelle Wirklichkeit, entsteht.


Haben wir die Funktionsweise unseres Denkapparates erst einmal ins Bewusstsein gebracht, entwickeln wir in Folge ein Verständnis davon, wie wir die aus unserem Denken geborenen Realitäten, durch bewußtes umstrukturieren, sonst unbewußt, automatisch ablaufender Denkweisen, im Hinblick auf eine optimiertes Dasein, modifizieren können. So ist es uns erst dann möglich absichtlich Modifikationen assoziativer Begrenzungen und Fehlanpassungen an unserem eigenen System, innerhalb unserer Denkmuster vorzunehmen, wenn wir Erkenntnisse über die funktionellen Zusammenhänge gewonnen haben.

Durch das Verständnis der Funktionsweise unseres Denkapparates entwickeln wir die Fähigkeit die gewünschte Realität bewusst zu gestalten. Sonst bleiben wir Opfer eines willkürlichen, gewohnheitsmäßigen, automatischen Denkens.
Diesem teils milieubedingten, durch Tradition und Erziehung geprägten realitätsbildenden Denken, haftet der Makel an, daß in ihm nicht nur unbedingt jene Daseinsmomente enthalten sind, welche jedem Individuum Gleichberechtigung zubilligt. Es enthält Zwänge zur Anpassung an Unterdrückung und Diskriminierung, ebenso wie das freie ethische Denken einschränkende Elemente, aus religiösen Dogmen, ideologisierenden Vereinfachungen, politischer, sowie gesellschaftsrelevanter Unterdrückung. Alles Dinge von denen sich jeder nur wünschen kann frei zu sein.

Die damit verbundenen Denkmuster haben die Dimension eines geistigen Virus, der bereits ins kollektive Bewußtsein unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen eingedrungen ist und wie selbstverständlich, obwohl ebenso realitätsbildend, gelebt wird. Fehlleistungen, wie falsche Höflichkeit, Statusdenken, Autoritätsglaube, Obrigkeitshörigkeit, Machtmißbrauch etc., resultieren aus diesen virenähnlichen Denkmustern als Relikt längst vergangener Zeiten.

Deshalb ist es wichtig und nahezu unumgänglich Klarheit in die Bedeutung der uns durch Tradition und Gesellschaft, aufgenötigten realitätsbildenden Denkinhalte zu schaffen. Dieser Prozess führt jeden Übenden in einen von diesem Mentalschrott befreiten Daseinszustand. Dieser Zustand ist wiederum nur ein Moment geistiger Entwicklung und nicht als statischer Endzustand zu verstehen. Er bildet den Moment geistiger Klarheit, an den sich eine weitere Entwicklung eines höheren Bewusstseins und außergewöhnlicher menschlicher Qualitäten anschließt, mit denen das Leben erfolgreich gestaltet werden kann.

Aufgrund dieser Zusammenhänge gehen die ersten Schritte hin zu einem höheren Bewusstsein, so wie wir es an unserem Institut praktizieren, in die Richtung einer Klärung dieser uns aufgenötigten realitätsverzerrenden Denkmuster.



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